Social Millennials Marketing vs. Markenarchitektur

Im Gespräch mit UP!

Werbung für Übermorgen, wo setzen Sie an?

Das Werben um Aufmerksamkeit ist die älteste Verkaufs-Disziplin des Universums. Während sich die Tierwelt in Aufwand, Technik und Dramaturgie ziemlich treu geblieben ist, hat sich die Menschheit zwischen Fellpatschen und Keule gegenüber Touchscreens und nonverbaler Kampagnisierung doch deutlich in ihrem Verhalten geändert. Eine ähnlich revolutionäre Metamorphose durchlebte die Behausung – von der Höhle und dem Baumhaus über den Einraum mit Feuerstelle bis ins Heute Lofts, Chalets und Penthouses mit Panoramablick. Da arbeiten wir wohl beide mit den gleichen Veränderungen. Das Angebot performte dabei immer in der altersmäßig einkommensstärksten Generation am meisten. Um sie zu werben, sie zu erreichen und sie als KundInnen und oder Auftraggeber zu gewinnen, war das Gebot der Stunde. Heute richtet sich die Aufmerksamkeit auf unterschiedliche Generationslevel, wobei sich die „Performer“ heute in der Generation Y, den Millenials, befinden.

Was zeichnet diese Millenials aus?

Die Millenials, die heute 18 – 30-jährigen leben den Paradigmenwechsel der konsumgetriebenen Marktwirtschaft: Ihnen ist eine ausgewogene Work-Life-Balance wichtiger als ein hohes Gehalt. Familie und Beruf, genug Zeit fürs Privatleben, flexible Arbeitszeiten, eigenverantwortliches Handeln beherrschen den Gestaltungswunsch. Sie geben der „Sharing Economy“ ein Gesicht, und belasten sich nicht mit kreditfinanzierten Häusern, Autos oder Luxusgütern. Sie leben Wellness, machen regelmäßig Sport, essen intelligenter und rauchen weniger als frühere Generationen. Sie verbringen durchschnittlich 25 (!) Stunden pro Woche Online und sind contentorientiert.

Sie posten, pinnen, tweeten, sharen und lassen die Online-Community an ihrem Leben teilhaben. Das Kauf- und Konsumverhalten ist weitgehend inspiriert von Menschen, die sie persönlich kennen oder mit denen sie Online befreundet sind. Sie tragen diese „Berater“ ständig am Smartphone mit sich und vertrauen auf relevante, authentische Meinungen ihrer Communitiy. 84 % der Millenials sagen, nutzergenerierter Inhalt im Web hat einen gewissen Einfluss auf das, was sie kaufen. 73 % sagen, die Meinung anderer zu lesen ist wichtig, vor einer Kaufentscheidung.

Wie kommt ein Unternehmen an diese Zielgruppe heran?

Die Millenials orientieren sich an Zeichen, Key-Visuals und Marken und followen liebgewonnen Brands mit einer Intensität, die ihresgleichen sucht. Sie sind contentorientiert. Das heisst, dass Text – insbesonders das Wording eine große Rolle spielt. Die Geschichte, die das Unternehmen erzählt, sie muss Bilder erzeugen, Fortsetzungen zulassen, Geschichten herausfordern, Dialog anfachen. Für Unternehmen ist es daher von immenser Bedeutung, welches Bild sie am Markt hinterlassen, an welchen Bildern sie erkannt werden, welche Assoziationen mit ihrer Marke verbunden werden. Es ist Immens, ob ein Unternehmen über eine starke Marke definiert wird und in der weiteren Folge dessen Produkte und/oder Dienstleistungen in einer perfekten Markenarchitektur als starke Units sichtbar gemacht und erkannt werden – wie beispielsweise bei den Gerberhotels im Kühtai. Wenn dies professionell umgesetzt ist, werden KundInnen, Gäste, Nutzer am Zeichen/Bild/Unternehmen hängen bleiben.

Markenarchitektur und Corporate Design?

Ja, die perfekte Symbiose ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Hütern der Marke, dem des Corporate Designs und dem des Marketings. In konzeptiven Gesprächen kann die Marke, die Farben, Zeichen, Formen emotionalisiert werden und haptisch wie optisch in die Verkaufsförderung einfließen. So zeichnet man emotionale Bilder, die sich dann wieder hervorragend für die Kommunikation nützen lassen. Sie können zum Key-Visual werden, zum Botschafter für die Qualität, für das Produkt, für die Dienstleistung – für ein erfreuliches (Verkaufs)Ergebnis des Anbieters.

Und hier setzt dann das Social Marketing an?

Durchaus. Wir sind akademisch geprüfte Social Media Professionals und entwickeln für unsere Kunden in einem umfassenden Workshop die passende Social-Marketing Strategie, welche wir dann auch weiter begleiten. Natürlich sind die Millenials die affinste Gruppe in dieser Disziplin. Wir verbuchen aber auch großartige Erfolge in der Zielgruppe 38 – 54 und ganz beachtlich holen die 55+, die Best Agers, auf. Immerhin feierten einige SocialNetworks bereits ihren 10. Geburtstag und da sind Menschen mitgewachsen.
Facebook, Youtube, Instagram, Whats App und Co sind heute für Unternehmen unverzichtbar. Egal, ob B2B oder B2C. Wenn im Hintergrund die Hausaufgaben gemacht wurden und die Marke, die Markenarchitektur und das gesamte Angebot auf einer responsiblen Homepage als Schaltstelle für alles emotional richtig aufgeladen wurde, dann bescheren uns die Millenials einen unfassbaren Schub und vor allem werden sie zu Botschaftern dieser (unserer) Marken und Brands.

Bei wem funktioniert diese Form des Marketings?

Sensationell aufgeladen haben wir so in der Startphase das Freizeitticket Tirol oder auch Liebe & Lose – von 0 auf über 10.000 Fans in wenigen Monaten. Laufend betreuen wir zigtausende Kunden und Fans von Outlet Center Brenner, Markthalle Innsbruck, die Gerber Hotels im Kühtai, Hotel Montana Oberlech, das älteste Restaurant Europas – St. Peter Stiftskeller in Salzburg, das älteste Restaurant Innsbrucks – Goldener Adler der Familie Hackl. Wir fördern das Image, den Dialog und den Verkauf.

Wir generieren Follower, Tweeter, Snapper, Youtuber und Facebook-Fans für Hotellerie und Gastronomie, Gewerbe, Industrie, Handel, Berufsgruppen und Verbände… Wenn es richtig und zertifiziert gemacht wird, funktioniert es bei fast jeder Spezies.